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Hermann Hesses Kunstauffassung auf der Grundlage seiner Rezeptionshaltung

Heiko Gröger

Die kritische Untersuchung von Hermann Hesses Kunstauffassung geht vom Rezipienten Hesse aus und sucht aufzudecken, inwiefern dessen Ansichten zur Kunst und Literatur von existentiellen Bedingungen abhängig sind. Es wird gezeigt, wie die vielfältigen Urteile, die er zur traditionellen und zeitgenössischen Kunst fällt, nachdrücklich von seiner lebensweltlichen Situation geprägt sind. So fungiert die Kunst zunächst als Kompensation für die moderne Lebensrealität, später als Forum für den Appell zu einer ‘seelischen Neueinstellung’ und zuletzt als Medium, geistige Werte des Menschen vor dem nivellierenden Zugriff der NS-Herrschaft zu bewahren. Mit der systematischen Erschließung von Hesses Rezensionen und Aufsätzen zur Literatur wird der Forschung schließlich eine neue Quellenbasis eröffnet.
Aus dem Inhalt: Biographische und geistige Hintergründe von Hesses Kunstauffassung – Flucht in die Schönheit – Hesses Kunstauffassung vor 1914 im Licht der idealistischen Ästhetik – Krieg, Krise und Kritik – Der Untergang Europas und der Appell zur ‘seelischen Neueinstellung’ – Die Kunst der Sublimierung.