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Die Valenztheorie

Bestandsaufnahme und Perspektiven- Dokumentation einer wissenschaftlichen Tagung in Sibiu/Hermannstadt im Februar 2002

Speranta Stanescu

Die Hermannstädter Tagung stellte im Jahre 2002 das in den 80er Jahren in Mittel- und Südosteuropa mit Begeisterung behandelte Thema «Valenz in Theorie und Praxis» wieder zur Debatte. Die Herausgeberin hat weder in die Auffassung noch in die Struktur der zur Veröffentlichung eingereichten Texte eingegriffen. Deshalb veranschaulichen diese unverblümt Arbeits- und Denkweisen, Forschungsstand und Entwicklungsperspektiven in Ost und West. Unter Einbeziehung neuerer theoretischer Erkenntnisse und lexikographischer Ergebnisse weltweit eröffnen sich auch der Valenzbeschreibung in der mittel-osteuropäischen Linguistik und «DaF-Welt» Wege der Weiterpflege und Fortentwicklung, wird doch die kontrastive Sprachbeschreibung und die zwei- oder gar mehrsprachige Lexikographie im zusammenwachsenden Europa vom Mehrsprachigkeitskonzept und der Aufforderung zur Vielsprachigkeit geradezu herausgefordert.
Aus dem Inhalt: Vilmos Ágel: Prinzipien der Valenztheorie(n) – Ludwig M. Eichinger: Dependenz in der Nominalgruppe – Hans-Werner Eroms: Die Abhängigkeitsregelungen für die Angaben – Ioan Lăzărescu: Valenztheorie und DaF-Unterricht in Rumänien – Stefan Schierholz: Valenzvererbung? Präpositionalattributskonstruktionen und ihre Herleitung – Speranţa Stănescu: Soweit die Valenztheorie in Rumänien – Ann Coene: Verbbedeutung, Lesartvarianten und «Koerzion». Normregularitäten im Argumentverhalten von dt. denken – Gottfried Kolde: Gehört der Heckenausdruck (so) (ei)n(e) Art (von) X ins Valenzwörterbuch? – Mathilde Hennig: Wie obligatorisch ist die Realisierung der Valenzpotenz in gesprochener Sprache? – Rada Vassileva: Zu einem besonderen Gebrauch des Verbs scheinen – Pavlina Zlateva: Einige valenzbedingte Gesetzmässigkeiten rechts vom Nomen. Mit besonderem Blick auf Infinitivkonstruktionen und dass-Sätzen – Péter Bassola/Jaqueline Kubczak/Sarolta László (†): Zweisprachige Substantivvalenz in Theorie und Praxis – Ruxandra Cosma: Lexikon und Grammatik: Überlegungen zum Stellenwert von Sinnrelationen im Strukturierungspotenzial valenter abgeleiteter und nicht-abgeleiteter Substantive im Deutschen und im Rumänischen. Eine kontrastive Untersuchung – Klaus Fischer: Deutsche und englische Ergänzungssätze: zwei typologische Anomalien? – Ana Iroaie: Präpositionsvalente Nomina: Wörterbücher im Vergleich – Antoniya Michailova: Theoretische Grundlegung für ein deutsch-bulgarisches Valenzwörterbuch – Margitta Schnell Zsivanović: Interferenzquellen und Fehleranalyse bei der Übersetzung der Nominalphrasen aus dem Serbischen ins Deutsche (bei Studenten) – Ildikó Szoboszlai: Zur Valenzschreibung des Verbs lassen aus kontrastiver Sicht zum Ungarischen – Marina Ličen: Die Valenztheorie im DaF-Unterricht an der Novisader Fakultät – Pavića Mrazović (†): Valenz in DaF-Lehrwerken Jugoslawiens – Elena Viorel: Zur Valenz der Positionsverben im Deutschen. Ein Beitrag zu ihrer Vermittlung im DaF-Unterricht.