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Schumanns Kerner-Lieder

Interpretation und Analyse sämtlicher Lieder Robert Schumanns nach Gedichten von Justinus Kerner mit besonderer Berücksichtigung der Liederreihe op. 35

Hans-Udo Kreuels

Ein zyklischer Novellen-Gedanke wird in der Liederreihe aufgedeckt. Nachgewiesen wird eine unterschwellige Lebensverlaufsform, thematisiert ein in hohem Maße zum Ausdruck gebrachtes romantisches Geistesprinzip psychischer Lebensbedrohung, verabsolutierter Sehnsucht, des Schwindens der Lebensressourcen usw.
Dieses Buch bietet eine erstmalige Analyse der frühen Kerner-Lieder (von 1828). Die notwendige Auseinandersetzung mit der Lyrik Kerners versucht, die Künstlerverbindung Kerner-Schumann (neben Heine-Schumann oder Eichendorff-Schumann) in ihrer epochalen Dimension zu sichten: als Synonym und gedanklich-sensorische Erweiterung des Begriffs der musikalischen Hochromantik.
Eine Interpretationshilfe für den Liedgesang, entstanden aus dem praktischen und theoretischen Zugang (des Musikwissenschaftlers sowie des Pianisten). Der Verfasser ordnet eine rein analytische Vorgangsweise einer suggestiven Übermittlungsstrategie unter.
Aus dem Inhalt: Interpretation und Analyse sämtlicher Schumann-Lieder nach Texten von Justinus Kerner – Darstellung des Lyrikers, Okkultisten und Menschen Justinus Kerner – Die Liederreihe op. 35 - eine «Novelle in Chiffren» – Synergie-Effekt inhaltlicher Bezugnahmen, veranschaulicht durch zwei eigene Grafiken – Tonartenspektrum – Lieder für eine Singstimme, Duett und Frauenchor – Besprechung der wenig bekannten fünf frühen Kerner-Lieder (1828) – 75 Notenbeispiele.