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Das Jahrhundert des Kindes zwischen Auftrag und Ohnmacht

Angelika Fournés

Seitdem Ellen Key in ihrem gleichnamigen Buch «Das Jahrhundert des Kindes» verkündet hat, ist es thematisch präsent geblieben. Es wurde zu einem Synonym für das entstehende Selbstbewußtsein der Pädagogik des 20. Jahrhunderts. Dabei sind im ersten Jahrhundertdrittel alle wesentlichen Fragen aufgeworfen, programmatischen Forderungen erstellt und Ideen praktiziert worden, welche auch die zeitgeschichtliche Diskussion bestimmen. Einen der wesentlichsten Inhalte und die damit verbundene nachhaltigste Wirkung hat die Reformpädagogik in der Wahrnehmung und Achtung des Kindes gefunden. Die Grundgedanken dieser «Pädagogik vom Kinde aus» waren allerdings nicht neu. Bereits europäische Klassiker können als Vorläufer dieser Ideen ausgewiesen werden. Die neuzeitliche Bewegung um Offenen Unterricht nimmt das Gedankengut aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wieder auf. ‘Offener Unterricht’ ist dabei der Sammelbegriff für unterschiedliche Reformansätze in vielfältigen Formen inhaltlicher, methodischer und organisatorischer Öffnung mit dem Ziel eines veränderten Umgangs mit dem Kind auf der Grundlage eines veränderten Lernbegriffs.
Aus dem Inhalt: Reformpädagogische Intention zwischen Tradition und Erneuerung – Stringente Diskussionsansätze zur Epoche der Reformpädagogik – Offener Unterricht im Spiegel reformpädagogischer Tendenzen – So offen wie möglich - so geschlossen wie nötig: Gangbare Wege zu einer komplementären Didaktik.