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Die Worte der Anderen

Eine kommentierte Anthologie afrikanischer und lateinamerikanischer Autoren- Texte von und für Karsten Garscha

Katja Alejandra Carrillo Zeiter and Valeria Grinberg Pla

Die hier versammelten Texte geben einen Einblick in die thematische Vielfalt der frankophonen und lateinamerikanischen Literaturen und sind eine Einladung zu einer Lektürereise vom Norden Afrikas über die Karibik bis in den Süden Amerikas. Mit Alejo Carpentiers Erzählung Der Ritterweg nach Santiago beispielsweise wird der Leser in die koloniale Vergangenheit Kubas entführt, das ein Zentrum unterschiedlicher Kulturen war. Tahar Ben Jellouns Roman Sohn ihres Vaters beschäftigt sich hingegen mit der oftmals brutalen Gegenwart Nordafrikas. Geschichte und Gegenwart, Liebe und Gewalt waren und sind die zentralen Themen von Literatur, und diese Auswahl zeigt, daß dies auch für die Literaturen der sogenannten Peripherie gilt. Die dazugehörigen Kommentare verstehen sich nicht nur als Lektürehilfen, sondern geben auch einen Überblick über die Forschung in diesem Bereich.
Aus dem Inhalt: Karsten Garscha: Schriftsteller in Schwarzafrika und in Lateinamerika: Ousmane Sembène und Alejo Carpentier – Karsten Garscha: Négritude/black aesthetics/créolite (Auszug) – Karsten Garscha: «Von meinem wirklichen Leben weiß ich nichts.» Gegenwartsliteratur und Literaturwissenschaft – Juan Carlos Onetti: Willkommen, Bob – Katja Carrillo Zeiter/Karin Hopfe: ...und am Ende möglicherweise das Leben: «Willkommen, Bob» von Juan Carlos Onetti – Alejo Carpentier: Der Ritterweg nach Santiago (Auszug) – Mechthild Albert: Auf dem Weg in die Neue Welt - Alejo Carpentiers Erzählung «Der Ritterweg nach Santiago» – Antonio Callado: Lucinda (Auszug) – Ray-Güde Mertin: Antonio Callado - Aufbruch ins eigene Land – Pablo Neruda: VIII – Antonio Skármeta: Mit brennender Geduld (Auszug) – Claudius Armbruster: Von der Macht der Dichtung und ihrer Metaphern - Antonio Skármeta, Pablo Neruda und die Beatles – Tahar Ben Jelloun: Sohn ihres Vaters (Auszug) – Ulrike Jamin-Mehl: «Ein Gesicht bauen, wie man ein Haus errichtet»: Das erste Kapitel von Tahar Ben Jellouns Roman Sohn ihres Vaters – Mongo Beti: Sonne Liebe Tod (Auszug) – Denise Lorenz: Alexandre Biyidi-Awala alias Mongo Beti. Ein Afrikaner, den niemand zum Schweigen brachte – Juan Gelman: Der Hund. Tage – Valeria Grindberg Pla: Über das Leidenswerte am Schreiben und das Schreibenswerte am Leiden. Zur Bedeutung des poetischen Wortes bei Juan Gelman.