Show Less
Restricted access

Die Wiederkehr des Idealismus?

Festschrift für Wilhelm Lütterfelds zum 60. Geburtstag

Thomas Mohrs, Andreas Roser and Djavid Salehi

Das philosophische Gesamtwerk von Wilhelm Lütterfelds ist durch eine außergewöhnliche thematische Breite gekennzeichnet. Von den frühen Schwerpunkten zu Kant, dem Deutschen Idealismus, Wittgenstein, dem Wiener Kreis, der Sprachphilosophie und Analytischen Philosophie über Arbeiten zur Evolutionären Ethik, Diskursethik und Moralphilosophie, zu philosophischen Aspekten der Bildung und Schulkultur sowie zu Fragen der Religionsphilosophie und Metaphysik, bis hin zu den aktuellen Schwerpunkten in den Themenbereichen des interkulturellen Verstehens, der Metaphysik des späten Wittgenstein und schließlich – als größte Herausforderung – der Lösung des Rätsel – Hegel. Zugleich ist dieses (bei weitem nicht abgeschlossene) Werk durch eine gewisse Treue zum Idealismus gekennzeichnet, die freilich niemals unkritisch-affirmativ war oder ist. Entsprechend diesem Grundthema und der thematischen Breite diskutieren in diesem Band internationale Autorinnen und Autoren in 4 Sektionen aktuelle Fragestellungen und Probleme des philosophischen Idealismus. Ein Stück philosophisches Kabarett rundet den Band ab.
Aus dem Inhalt: Luigi Cimmino: Überlegungen zum «Idealistischen Erscheinen» – Fumiyasu Ishikawa: Grundmotive des Gerichtshof-Modells der Kategorien-Deduktion Kants – Michael Kober: Interner Realismus, gezeigt - Ontologische Implikationen der modernen Kommunikationstheorie – Urs Richli: Ansichsein und Gesetztsein des reinen Wissens in Fichtes Wissenschaftslehre und Hegels Wissenschaft der Logik – Werner Stegmaier: Wie idealistisch ist die alltägliche Orientierung? Zur Wiederkehr des Idealismus nach Friedrich Nietzsche – Bernhard H. F. Taureck: Kopernikanische Wende, blinde Anschauung und leere Gedanken – Katalin Neumer: Das Innere, das Äußere und ihr Durcheinander in den letzten psychologischen Aufzeichnungen Wittgensteins – Vu Hao Nguyen: Wittgenstein: vom transzendentalen zum kulturellen Solipsismus – Jesús Padilla Gálvez: Disgressionen über das sich entwerfende Ich – Richard Raatzsch: Hängt, und wenn ja in welchem Sinn, was für eine Philosophie man wählt, davon ab, was für ein Mensch man ist? – Clemens Sedmak: Weltbild und Wissenschaft – Stephan Haltmayer: Zum ewigen Frieden oder Krieg und Untergang – Sebastian Lalla: Warum es moralisch ist, Idealist zu sein? – Hans-Dieter Klein: Über Zeit und Ewigkeit – Dietrich Korsch: Meditationes de prima theologia - Gottes Sein und Wesen nach dem «Proslogion» des Anselm von Canterbury – Thomas Mohrs: «Niemand sein» oder Die Enttarnung des Descartesschen Betrügergottes durch die Analytische Philosophie des Geistes – Pirmin Stekeler-Weithofer: ... und schreib getrost «Im Anfang war die Tat» – Andreas Roser: Der gestiefelte Assistent.