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Das Renaissanceschloß Hannoversch Münden in den Inventaren des 16., 17. und 18. Jahrhunderts

Eine Fallstudie zur Auswertung schriftlicher Quellen und ihrer Verbindung mit Ergebnissen der Bauforschung- Band 1: Text- Band 2: Anhänge, Nachweise, Abbildungen

Michael Streetz

Etwa 100 Jahre – von der Reformation bis zum Dreißigjährigen Krieg – währte eine wirtschaftliche Blüte des Weserraumes, die zur Errichtung zahlreicher Schlösser und Herrenhäuser geführt hat. Einer der Landesherren, Herzog Erich II. von Calenberg-Göttingen, trug mit drei eigenen Anlagen sehr früh zu dieser gesteigerten Bautätigkeit bei. Ein Brand im Jahr 1560 gab ihm Gelegenheit, das Schloß in Hannoversch Münden auf den Resten des spätgotischen Vorgängers neu zu errichten. Niederländische Bauleute importierten die heimischen Formen der Renaissance. Vollender des Baus war – unter Herzog Julius von Wolfenbüttel – vermutlich Hans Vredemann de Vries.
Die Untersuchung läßt die Gestalt des Renaissancebaus aus den Schriftquellen und den Befunden am Gebäude wiedererstehen. In Anlehnung an die historischen Bestandsverzeichnisse führt ein fiktiver Rundgang die ursprünglichen Grundrisse, die dekorative Ausgestaltung und die Nutzung vor Augen. Ein wichtiges Ergebnis ist die maßhaltige Rekonstruktion des vollständig verloren gegangenen Arkadenhofes im Inneren der Dreiflügelanlage.
Aus dem Inhalt: Inventarverzeichnisse im Hauptstaatsarchiv Hannover – Rundgang durch das Schloß in seiner ursprünglichen, heute stark veränderten Erscheinung – Grundriß, Gestaltung und Nutzung – Vorstellung vom Leben an einem Renaissancehof norddeutscher Landesherren der Renaissance.