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Hirn und Hormone

Gonadale Hormone bei psychotischen Störungen

Thomas Huber

Die Oestrogenhypothese der Schizophrenien postuliert eine Schutzwirkung von Oestrogenen bei psychotischen Erkrankungen. Sie kann verschiedene Beobachtungen erklären, ist aber nicht unumstritten. In dieser Arbeit werden ein umfassender Überblick über die Forschungsergebnisse gegeben und vorhandene eigene Untersuchungen vorgestellt. Diese berücksichtigen Hormonspiegel während akuter psychotischer Erkrankungen ebenso wie im Verlauf und beleuchten einen möglichen Einfluss der Medikation und der Belastung durch die psychiatrische Aufnahme. Einige Fallbeispiele eines therapeutischen Einsatzes von Oestrogenen werden beschrieben. Schliesslich werden Studien zu kognitiven Prozessen bei psychotischen Störungen dargelegt und in Bezug zur Oestrogen-Hypothese gestellt. Das Buch wird abgeschlossen mit einer umfassenden Bibliographie zum Thema.
Aus dem Inhalt: Einführende Aspekte psychotischer Störungen – Epidemiologie psychotischer Störungen unter geschlechtsspezifischen Gesichtspunkten – Psychotische Störungen und Geschlechtshormone bei Frauen – Prolaktin bei psychotischen Störungen – Psychotische Störungen und Geschlechtshormone bei Männern – Substitution von Geschlechtshormonen bei Schizophrenien – Der Einfluss von Stress – Neuropsychologie bei psychotischen Störungen – Theorien zur genetischen Ansteuerung neuronaler Assemblies durch Geschlechtshormone.