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Oberschwäbische Klostermusik im europäischen Kontext

Alexander Sumski zum 70. Geburtstag

Ulrich Siegele

Die europäische Klosterkultur des 18. Jahrhunderts war eine Epoche höchster kultureller Blüte. Bis zur Säkularisation 1803 nahm die Musik im geistigen Leben der Konvente Oberschwabens, Frankreichs, Polens, Ungarns und der Schweiz einen herausragenden Platz ein. In diesem Band werden die einst regen musikalischen Kontakte zwischen auch weit voneinander entfernten klösterlichen Kulturzentren dargestellt. Die Grundlage hierfür bilden die Referate der Kultur- und Musikwissenschaftler, die sich aus Anlaß des 50jährigen Jubiläums des Landes Baden-Württemberg 2002 zu einem Symposium in Stuttgart trafen. Diese Sammlung ist Alexander Sumski gewidmet, der sich an der Tübinger Universität seit mehr als zwei Dezennien der Erforschung und Wiederaufführung der barocken Klostermusik widmet.
Aus dem Inhalt: Ulrich Siegele: Oberschwäbische Klostermusik im europäischen Kontext – Hans-Georg Wehling: Gegenreformation und kirchliches Barock. Barocke Klostermusik im Kontext politischer und konfessioneller Zersplitterung im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation – Friedrich W. Riedel: Musikalischer Austausch zwischen schwäbischen und niederösterreichischen Klöstern, dargestellt an den Musikarchiven der Abteien Göttweig und Ottobeuren – Katalin Kim-Szacsvai: Das Noteninventar des Jesuitenpaters Ignatio Müllner. Ein Musikalienkatalog aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts – Thierry Favier: Die Ausstrahlung der Musik der Klöster und Konvente von Dijon im 18. Jahrhundert – Gabriella Hanke Knaus: «Ganze Parthien Musikalien». Der Notenbestand der ehemaligen Reichsabtei Weingarten in der Musikbibliothek der Benediktinerabtei Einsiedeln – Jolanta Byczkowska-Sztaba: Die Werke von Isfrid Kayser im Repertoire der Jesuitenkapelle des Marienheiligtums zu Heiligelinde – Danuta Idaszak: Die Kompositionen von Wojciech (Adalbert) Dankowski in ihrer Verbindung mit der kirchlichen Musik. Zum Repertoire des 18. Jahrhunderts in Polen – Michael Gerhard Kaufmann: «...welche von der soliden Sez- und Spielart des geschikten Herrn Verfassers zeugt...». Sixtus Bachmann und seine X Fugues célèbres im Kontext der süddeutschen Orgelkultur.