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Kultur der Unsterblichkeit

Eine Reise zu den Gründen des Singens und Sagens

Marcel Dobberstein

Kultur heißt wesentlich, auf Dauer stellen – und zuletzt, ob schmerzlich bewußter Endlichkeit: auf ewige Dauer. Daher die Versuche in Religion, Philosophie, den Künsten, Unvergänglichkeit schön zu malen oder durch Heiligung zu statuieren. Stets sind es Spielarten, sinnstiftend zu denken, was hinter der großen Portiere sein mag. Die Kulturen und Seinslehren haben mit ihren Lösungen zu den existentiellen Fragen nur variiert. Der Wissenschaft wurden sie suspekt, und das Dasein wird dank technischer Weltbeherrschung bequem, bisweilen amüsant. So daß die regenerative Biologie ihr Tun auf die Verlängerung irdischen Lebens münzen kann. Wo sich neue Konzepte aber als Bestreben zu erkennen geben, sich wieder nur in Täuschungen fröhlich zu erhalten, standen mutmaßlich die alten Rezepte Pate. Auf Unsterblichkeitsideen war abermals rekurriert, denen man seit je gestattet, ungerührt über alle Widersprüche hinwegzuschreiten.
Aus dem Inhalt: Der Mensch als Kulturwesen – Kultur als Verschleierungszusammenhang – Das Wesen der Religion – Idealistische Philosophie als Weiterführung der Religion – Tod und Denken – Musik und Gewalt – Nietzsche: Person, Leib, Philosophie – Schund Gewalt – Nietzsche: Person, Leib, Philosophie – Schönberg, Klimt, Wittgenstein und das kristallklare Denken – Das schweigende cogito.