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Von Sprache und Dichtung

1800-2000

Kurt Adel

Tief in das 19. Jahrhundert hinein ist die deutschsprachige Literatur verstehbar als Entwicklung aus der Goethe-Zeit. Seit dem Naturalismus hat die Folge der Epochenstile sich beschleunigt. Sie überdauern nicht wie einst Jahrhunderte, nicht einmal mehr eine Generation, sondern Veränderung ist erstrebenswert, Variation bewirkt Bildung neuer, vorübergehender Schulen, so in der Aufnahme des Essays in den Roman. Die Geborgenheit in den Gattungen ist gefallen. Die anderen Künste – die Musik, die Architektur – können Ordnungsprinzip werden; die fremden Literaturen, Abenteuer und Experiment zeigen und bewirken neue Möglichkeiten. Schriftbild wird Partitur für den Vortragenden. Der Dichter und die Sprache sind einander näher gekommen. Sie ist nicht mehr Material, sondern seine Welt.
Aus dem Inhalt: «Kunstwerkin ist freyes Spiel des Gemüths mit der Welt in Beziehung aufs Heiligste» – Franz Grillparzers dramatisches Werk oder: Die Heimkehr – Grillparzers Hero-Drama (und Kleists Penthesilea) – Eine Quelle von Stifters Nachsommer? – Heinrich Suso Waldeck – Franz Werfel – Werner Bergengruen – Späte Krone – Janus – Gruß und Dank an Johannes Lindner – Gedanken zu dem Gedicht Schlußwort – Reinhold Schneider und Franziskus – Christine Busta, Lyrik – Herbert Hinterleithner – Heinz Pototschnig und Der Bogen – Der Brenner – Der Brunnen der Erinnerung.