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Das Unbezügliche als Offenbarsein

Besinnung auf das philosophische Denken

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Joachim Kopper

Eine Betrachtung des philosophischen Denkens von Descartes bis Fichte soll zeigen, dass wir heute in unserem Selbst- und Weltverständnis durch einen sich langsam umgestaltenden und fortentwickelnden Skeptizismus bestimmt sind. Dieser Skeptizismus ist auch durch das behauptende Aussprechen, in dem und durch das wir die Dinge und uns selbst verstehen, bedingt. Der Skeptizismus führt das Denken in eine Besinnung, die uns über das behauptende Aussprechen auch hinausführt und uns das Gegenwärtigsein der Welt und uns selbst als das Hören eines Sprechens verstehen lässt, in dem das Menschsein sich im unbezüglichen Offenbarsein des Lebens angibt. Der Mensch versteht sich aber immer noch als gegebenes und für sich selbst daseiendes Ich, das die Welt und sich selbst erkennt. In der Reflexion der Besinnung in sich selbst geht das vermeinte Bestehen und Gegebensein des erkennenden Ichs selbst in das Geschehen der Menschheit und der Welt in Offenbarsein ein. Das Ich begreift sich nicht mehr als das behauptende und behauptete Ich, sondern es ist als Ich ein Sichausrufen, aus dem das Leben und Erkennen auch im «gemeinen Menschenverstand» für sich als Insichsein und Offenbarsein statthat.
Aus dem Inhalt: Das philosophische Denken: Descartes, Spinoza, Berkeley – Die Wissenschaftslehre – Die Besinnung: Der Übergang vom philosophischen Denken zur Besinnung – Das Aussprechende – Die Abstraktion – Die Bedeutung – Das Offenbarsein – Die Besinnung in der Besinnung: Die Besinnung als die behauptende Lehre – Der gemeine Menschenverstand – Das Aussprechen als das gattungshafte Geschehen des Leiblichseins – Das Ausrufen «Ich»– Der Egoismus.