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Wege zum sozialen Engagement in der romanischen Lyrik des 20. Jahrhunderts

Aragon – Éluard, Hernández – Celaya, Pavese – Scotellaro

Thomas Stauder

Am Beispiel von Louis Aragon, Paul Éluard, Miguel Hernández, Gabriel Celaya, Cesare Pavese und Rocco Scotellaro zeigt diese Untersuchung aus komparatistischer Perspektive, unter welchen Umständen sich in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts in Frankreich, Spanien und Italien viele bedeutende Dichter von der für die moderne Lyrik seit dem Ende des 19. Jahrhunderts charakteristischen Dunkelheit in Thematik und Stil verabschiedeten, um auf diese Weise gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Der typologische Vergleich analysiert die Motivationen, Gegenstände und Formen der sozial engagierten Lyrik vor dem Hintergrund der faschistischen Bedrohung für das europäische Geistesleben, die ihren Höhepunkt während des Spanischen Bürgerkriegs und des Zweiten Weltkriegs erreichte.
Aus dem Inhalt: Aragons Trennung vom Surrealismus durch das zur Revolution aufrufende Gedicht Front Rouge (1930) – Éluards erstes politisches Gelegenheitsgedicht aus Anlass des Spanischen Bürgerkriegs (Novembre 1936) – Hernández’ Abschied von katholischer Hermetik im Zeichen von Vitalismus und Kommunismus (Sonreídme, 1935) – Celayas Weg über den Existenzialismus zur «poesía social» (ab 1951 in Lo demás es silencio) – Paveses Versuch der Öffnung gegenüber der Gesellschaft in der ersten Hälfte der 30er Jahre (Lavorare stanca, erschienen 1936) – Scotellaros Kampf für seine süditalienische Heimat in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg (in den Gedichten der Sammlung È fatto giorno).