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Hip-Hop und Rap in romanischen Sprachwelten

Stationen einer globalen Musikkultur

Susanne Stemmler and Timo Skrandies

Hip-Hop hat sich durch das Musikfernsehen und andere Einflüsse längst als globales popkulturelles Phänomen etabliert. Doch ebenso gibt es lokale Ausprägungen in den unterschiedlichsten Weltgegenden, die ganz eigene Sprach- und Ausdrucksformen entwickelt haben. Die romanischsprachigen Regionen innerhalb und außerhalb Europas, vor allem die urbanen Zentren und ihre Peripherien, sind seit den 80er Jahren erheblich an dieser Ausdifferenzierung beteiligt. Die Beiträge des Bandes suchen Stationen der globalen Musikkultur Hip-Hop in der Romania auf. Sie nehmen spezifische Sprach- und Inszenierungsformen, Genres sowie politische und soziale Kontexte in den Blick. Dabei lassen sie sich von den unterschiedlichsten Disziplinen wie Literatur- und Sprachwissenschaft, Kultur- und Medienwissenschaft, aber auch der Soziologie oder Ethnologie inspirieren. Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf Rap-Musik aus Algerien, Frankreich, Italien, Spanien, Kuba, Chile, Argentinien und Mexiko.
Aus dem Inhalt: Susanne Stemmler/Timo Skrandies: Vorwort – Susanne Stemmler: Rap-Musik und Hip-Hop-Kulturen in romanischen Sprachwelten: Einleitung und Perspektiven der Forschung – Angela Leona Oster: Sich selbst sprechende Sprachen: Die intermediale Palimpsest-Poetologie des Hip-Hop – Monika Sokol: Keepin’ it Gangsta, keepin’ it real: Ursprung, Funktionalität und Ausgliederung eines kontroversen Subgenre-Komplexes im internationalen Hip-Hop – Fernand Hörner: Original à tous les sens: Aspekte des Sich-Produzierens als original in einem Musikvideo von Sens Unik – Mathias Vicherat : « Au commencement était le verbe » : Aspects d’une analyse textuelle du rap en France – Mustafa Maluka: Hip-Hop in Algiers: The microphone that broke the silence – Eva Leitzke-Ungerer: ‘On the Linha Imaginòt’: Okzitanischer Rap und Raggamuffin im Französischunterricht – Bettina Kluge: Formen und Funktion von Sprachwahl und Codeswitching in lateinamerikanischen Raptexten – Kerstin Störl: Kubanischer Rap: Der Afrika-Bezug als Element der Identitätskonstruktion – Arno Scholz: Italoromanischer Dialektrap zwischen 1992 und 1999: Methodische Vorüberlegungen und erste quantitative Ergebnisse.