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Moderner Manierismus

Literatur – Film – Bildende Kunst

Sabine Rossbach

Das Buch entwirft eine Kunstgeschichte und Ästhetik des modernen Manierismus. War der Manierismus seit je die Kunstform der Paradoxie und der Pointe, des überraschenden Effektes, der expressiven Überbietung bis zur Sprengung von Form und Regel, so zeigen sich die Künste von einer manieristischen Ästhetik auch und gerade da durchdrungen, wo sie sich als Moderne konstituieren. Gleich ob in Literatur, Film oder bildender Kunst läßt es sich beobachten, wie ein manieristisches Kunstwollen von der Welt Besitz ergreift und sie nach eigener Willkür umgestaltet. Es entstehen Kunstwelten, in der die künstlerische Subjektivität als Laune, Witz oder Wahn sich behauptet und con gusto die Dinge verwirrt, verzerrt, verwechselt, verwickelt.
Aus dem Inhalt: Gartenarchitekturen des Manierismus – Ich- und Welt-Utopien der deutschen Romantiker – Gotische Schreckensarchitekturen und Kerkerphantasien von Piranesi bis Poe – Paranoische Anamorphosen von Nerval bis Kafka – Künstliche Paradiese von E.T.A. Hoffmann bis zu den Surrealisten sowie Raumkonzepte des Films - von Robert Wienes expressionistischem Kabinett des Dr. Caligari bis zu Alain Resnais’ L’Année dernière à Marienbad.