Show Less
Restricted access

Zur amerikanischen Entwicklung der Stadt

Ein Beitrag zur Kulturgenese des City-Suburb-Phänomens unter besonderer Berücksichtigung protestantisch-calvinistischer Leitbilder

Matthias Hardinghaus

Anhand der amerikanischen Entwicklung der Stadt lässt sich ein Lebensstil beschreiben, in dem der stereotype Amerikaner zum Pendler zwischen City und Suburb wird. Die Stadt selbst wird demnach als der räumlich-materielle Ausdruck eines Lebensstils und damit eines dem zu Grunde liegenden Kulturmodells betrachtet. Leitbilder wie der Garten Eden, die moralische Wildnis und die Frontier sind dem protestantisch-calvinistischen Puritanismus zueigen. Sie waren nicht nur bei der sinnlichen Aneignung des neuen Kontinents durch die Siedler von hoher Bedeutung, sondern hatten auch – so die zentrale These – nachhaltigen Einfluss auf die amerikanische Entwicklung der Stadt. Die kulturellen Leitbilder sind wesentlicher Bestandteil der Bezugsrahmen der Handlungsorientierungen der Siedler, damit auch integraler Bestandteil des American Way of Life. Um ihn zu praktizieren, stellt die Topologie der City und der Suburbs bis heute eine notwendige Bedingung dar und ist insofern zugleich Ausdruck desselben.
Aus dem Inhalt: Theoretische Prämissen – Der neue geographische Kontext – Politische Dezentralisierung – Ökonomische Zentralisierung.