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Aktienrechtliche Treupflicht und Kapitalmarkt

Ein Plädoyer für eine juristisch-interdisziplinäre Betrachtungsweise

Ulrich Wastl

Die überwiegend im Stil eines Plädoyers gehaltene Arbeit geht der Frage nach, welche Bedeutung aktienrechtlichen Treupflichten im Bereich kapitalmarktrelevanter Vorgänge zukommt. Namentlich wird hierbei untersucht, ob und in welchem Umfang kapitalmarktpraktischen Fehlentwicklungen mit Hilfe eines Rückgriffs auf das Rechtsinstitut der aktienrechtlichen Treupflicht begegnet werden kann. Zu diesem Zweck werden zunächst die allgemeinen rechtlichen Grundlagen, namentlich die aktienrechtliche Treupflicht sowie ihr Verhältnis zum Kapitalmarktrecht betreffend dargestellt. Hierauf aufbauend werden Inhalt und Tragweite aktienrechtlicher Treupflichten in einigen spezifischen Fallkonstellationen, wie beispielsweise im Hinblick auf den Erwerb eigener Aktien, den Auf- und Ausbau wechselseitiger Beteiligungen sowie den Squeeze-out und das Delisting, herausgearbeitet. Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchung spezifischer kapitalmarktrelevanter Sachverhalte werden schließlich erste abstrakte Fallgruppen gebildet, wobei besonderer Wert auf die Entwicklung genereller rechtlicher Leitlinien gelegt wird. Dieses Plädoyer verfolgt darüber hinaus die Zielsetzung, die wohl dringend notwendige Diskussion über die disziplinierende Funktion der aktienrechtlichen Treupflicht im Kapitalmarktgeschehen zu fördern.
Aus dem Inhalt: Rechtliche Grundlagen – Einige Fallkonstellationen aktienrechtlicher Treupflichten im kapitalmarktrelevanten Bereich – Zusammenfassendes Fazit und Ausblick: Bildung erster abstrakter Fallgruppen.