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«Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge» von Rainer Maria Rilke

Identitätsrelevante Grundlegung der Todesthematik aus wirkungsästhetischer Perspektive

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Ralph Olsen

In den Aufzeichnungen scheint die rilkesche Todesauffassung einen Kulminationspunkt erreicht zu haben. Auf dem kommunikationsorientierten Modell einer Text-Leser-Interaktion aufbauend wird in dieser Arbeit die Prämisse zu Grunde gelegt, dass in der Auseinandersetzung mit den Aufzeichnungen eine mittel- und nicht einholbare ästhetische Erfahrungsmöglichkeit enthalten ist, die im Sinne einer Identitätsakkomodation geeignet sein kann, auf das Todesbewusstsein des Rezipienten einzuwirken. Die wirkungsästhetische Analyse von zehn Erzähleinheiten legt mittels einer den Lesefluss künstlich verlangsamenden Betrachtungsweise dar, wie eine Leserbeeinflussung und -führung (unter Berücksichtigung sympraktischer Anteile des Rezipienten) zum einen oberflächen-, zum anderen tiefenstrukturell ausgerichtet ist.
Aus dem Inhalt: Das Todesbewusstsein als ein Aspekt menschlicher Identität – Literarische Rezeption als eine Möglichkeit des Identitätsaufbaus – Rezeptionshinweise Rilkes – Zum Forschungsstand – Wirkungsästhetische Analyse (oberflächen- und tiefenstrukturell) ausgewählter Erzähleinheiten.