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Politische Philosophie in einer entgrenzten Welt

Vom Nutzen und Nachteil des politischen Philosophierens für die Praxis

Gerhard Hecht

Die Politik ist zunehmend in Verruf geraten und die Philosophie scheint für die aktuellen gesellschaftlichen Probleme keine Hilfestellung bereit zu halten. So lautet zumindest das Urteil einer breiten Öffentlichkeit. Wozu bedarf es dann einer Beschäftigung mit Politischer Philosophie?
Diese Arbeit analysiert nicht nur die Gründe für die genannten Vorurteile, sondern legt auch dar, daß jede Art des politischen Handels (wozu auch das Nichthandeln gehört) ohne eine bestimmte Politische Philosophie nicht auskommen kann, auch wenn das dem Handelnden nicht bewußt ist. Das schließt insbesondere diejenigen Akteure ein, deren Handeln eine pragmatische Lebensphilosophie zu Grunde liegt und die das Politikerhandeln als die Hauptursache allen gesellschaftlichen Übels ansehen.
Die Notwendigkeit politischen Philosophierens wird in einer für politisch Interessierte allgemein-verständlichen Weise dargelegt. Daß der Entwurf einer Politischen Philosophie für das 21. Jahrhundert und einer daraus abzuleitenden Politik sich an den verfügbaren soziologischen Daten zu orientieren hat, ist ein Grundgedanke, dem in der Schlußfolgerung Ausdruck verliehen wird.
Aus dem Inhalt: Analyse des Verhältnisses von Philosophie, Wissenschaft und Weltanschauung – Bewertung heute noch prägender Politischer Philosophien der letzten Hälfte des 20. Jahrhunderts – Untersuchung der Bewertung der politischen Grundwerte Gleichheit, Gerechtigkeit, Recht, Freiheit, Gemeinwohl und Solidarität in der heutigen gesellschaftlichen Situation – Berücksichtigung der für die Urteilsbildung und das politische Handeln entscheidenden anthropologischen und speziell politisch-psychologischen Faktoren.