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Protestantismus zwischen Aufklärung und Moderne

Festschrift für Ulrich Barth

Series:

Roderich Barth, Claus-Dieter Osthövener and Arnulf von Scheliha

In diesem Buch greifen Schüler, Freunde und Kollegen zentrale Fragestellungen der Theologie Ulrich Barths auf. Sein interdisziplinär orientiertes Programm eines aufgeklärten Protestantismus wird in theologiegeschichtlicher, systematischer und gegenwartsbezogener Hinsicht durchgeführt. Dabei kommen die für das Selbstverständnis des Protestantismus entscheidenden Themen Religion und Vernunft, Religion und Geschichte, Religion und Ästhetik sowie Religion und moderne Kultur in der Brechung repräsentativer Konzepte aus Aufklärung, Idealismus und Moderne zur Sprache.
Aus dem Inhalt: Christof Ellsiepen: Immanenz und Freiheit. Spinozas Beitrag zur Religionsphilosophie – Marianne Schröter: August Hermann Niemeyer und die hallesche theologische Tradition – Andreas Kubik: Praktisches Christentum. Versuch über das theologische Interesse der Neologie (Spalding, Jerusalem, Toellner) – Christian Nottmeier: Adolf von Harnack und die Aufklärungstheologie - eine Skizze – Gesa Dane: Ungewisser Ausgang: Zum Schlußtableau von Lessings ‘Nathan der Weise’ – Horst Turk: Sujetwahlen im Babel europäischer Konstellationen. Zur Tradition der theologia tripartita am Beispiel Friedrich Schillers – Jürgen Stolzenberg: «Was jedermann notwendig interessiert». Kants Weltbegriff der Philosophie – Matthias Neugebauer: Zum Lebensbegriff bei Immanuel Kant – Peter Grove: Philosophie als Kunst. Das Theorieprogramm von Schleiermachers Dialektik – Martin Ohst: Eine Marginalie zum Verhältnis Schleiermachers zu Fichte – Wilhelm Gräb: Religion als Praxis der Lebensdeutung. Zu Schleiermachers Bestimmung des Verhältnisses von Philosophie, Religion und Theologie – Björn Pecina: Der dankbare Blick des Sängers. Überlegungen zu Hölderlins ‘Brot und Wein’ – Folkart Wittekind: Ritschls antipelagianische Augustindeutung und ihre Funktion für die Erneuerung der protestantischen Theologie – Johann Hinrich Claussen: Über die Frömmigkeit des aufgeklärten Protestantismus. Eine Erinnerung an Frederick William Robertson und seinen Einfluß auf die liberale Theologie in Deutschland – Dietrich Korsch: Autonomie und Geschichte. Ernst Troeltschs Umformung der Dogmatik – Stephan Friedrich: Die Entwicklung der neuzeitlich-naturwissenschaftlichen Kosmologie – Arnulf von Scheliha: Der Religionsbegriff und seine Bedeutung für den gegenwärtigen Islam – Matthias Lobe: Das Bildungsverständnis der klassischen Pädagogik und seine gegenwärtige Aktualisierung – Ernst-Joachim Waschke: «Bleibe in der Unterweisung, lass nicht ab davon…» (Prov 4,13). Die Bibel als Buch der Bildung und Erziehung – Hermann Fischer: Zur Dialektik der religiösen Vernunft. Spuren der Theologie Paul Tillichs in Thomas Manns «Doktor Faustus» – Claus-Dieter Osthövener: Literarische und religiöse Deutungskultur im Werk Robert Musils – Jens-Peter Schütte: Nietzsche und das Ende der Musik. Zum Verhältnis von Musik und Religion in Menschliches, Allzumenschliches – Gerson Raabe: Die Erscheinung des Heiligen in B-Dur. Eine Deutung von Anton Bruckners 5. Symphonie – Martin Arneth: Die Gottebenbildlichkeit des Menschen in der alttestamentlichen Urgeschichte – Joachim Ringleben: Georg Simmels Verständnis von Religion. Ein Vortrag – Roderich Barth: Das Psychologische in Rudolf Ottos Religionstheorie – Hartmut Ruddies: Karl Barth als liberaler Theologe. Eine Skizze zu den Anfängen seiner Theologie – Martin Laube: Das Subjekt der Freiheit. Trutz Rendtorffs theologische Rekonstruktion der Habermas/Luhmann-Debatte – Traugott Koch: Zweckrationalität und Religion der Moderne. Zur Lage des Christentums in der Gegenwart – Jörg Dierken: Freiheit in Ganzheit. Zur Religions- und Protestantismustheorie Ulrich Barths – Trutz Rendtorff: Religion im Christentum. Beobachtungen zum Status des neuzeitlichen Religionsbegriffs.