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Evolution und Erlösung

Das indische Sâmkhya

Hellmuth Kiowsky

Nach der Lehre des alt-indischen atheistischen Sâmkhya ist die Evolution unserer Welt kein Schöpfungsakt einer supramundanen Kraft, sondern ein notwendiges Erscheinen aufgrund karmischer Gesetze. Durch das Zusammenspiel von Materie mit ihren drei Substituenten und reinem Geist entsteht Welt als Forum und Bewährung der noch Unerlösten. Der Drang nach Erlösung ist die Energie zu neuer Weltentstehung. Erlösung vom irdischen Leid kann nur durch die Trennung von der verlockenden Materie geschehen. Der Glaube an eine sittliche Weltordnung ist die moralische Richtschnur für das nächste Karma. Inwieweit der Wille zur Befolgung dazu frei ist, bedurfte hier einer Erörterung.
Aus dem Inhalt: Upanischaden und das Sâmkhya – Brahma und Âtma – Die Weltevolution – Urmaterie und die drei Gunas – Reiner Geist – Wiedergeburt – Erlösung – Weltuntergang.