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Nachhaltigkeit als geänderte Moderne?

Spielräume nicht-technischer Strategien nachhaltiger Entwicklung

Ulrich Schachtschneider

Nach etwa zehn Jahren Politik für das breit geteilte Ziel einer «nachhaltigen Entwicklung» sind keine wesentlichen Fortschritte zu verzeichnen. Vor allem die als notwendig erachteten nicht-technischen Nachhaltigkeitsansätze – etwa Änderungen im Sozialverhalten, in der Politik, sowie in der Raum- und Zeitstruktur – scheinen an tieferliegenden Strukturen moderner Gesellschaften zu scheitern. In dieser Arbeit wird versucht, die spezifischen Erklärungen verschiedener Metatheorien der Entwicklung moderner Gesellschaften für die Ursachenforschung fruchtbar zu machen. Ergebnis ist eine theorieübergreifend begründbare Hierarchie der Realisationschancen. Demnach lassen sich etwa Partizipation und Kommunarität eher an die Entwicklungslogik moderner Gesellschaften anschließen als Egalität und Suffizienz. Die schlechtesten Chancen haben Konsensualität und Regionalisierung.
Aus dem Inhalt: Analytische Kategorien von Nachhaltigkeitsansätzen – Strukturfunktionalismus – Reflexive Modernisierung – Theorie kommunikativen Handelns – Regulation kapitalistischer Akkumulation – Begrenzte Spielräume: Möglichkeiten für nicht-technische Nachhaltigkeitsansätze.