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Im Mantel Goethes und Faust auf der Fährte

Wilhelm Raabes "Faust-</I> und Goethe-Rezeption in seinem Roman" Abu Telfan oder die Heimkehr vom Mondgebirge</I>

Monika-Yvonne Elvira Stein

Was passiert, wenn Goethes Faust im 19. Jahrhundert, als die Deutschen den Teufelsbündler als Identifikationsfigur und Vorbild verehrten, in einer deutschen Kleinstadt auftaucht? Raabe hat die Reaktion der Bildungsphilister in Abu Telfan am Beispiel von vier Faustnachfolgern dargestellt. Er antwortet in seinem Roman auf die Faustrezeption der Zeitgenossen und bricht eine Lanze für den Originaltext, mit dem seine eigene Goetherezeption begann. Außerdem nimmt er erstmals – wie die Betrachtung von Frühwerk und autobiographischen Quellen zeigt – Stellung zu Goethes Person, Lebensphilosophie und Gesamtwerk. Die am Intertextualitätstheorem orientierte Reinterpretation von Abu Telfan vor dem Hintergrund von Raabes Faust- und Goetherezeption zeigt erst die wahre Qualität dieses Romans.
Aus dem Inhalt: Wilhelm Raabes Goethe-Bild und seine Goethe-Rezeption anhand von Selbstzeugnissen und Erinnerungen seiner Freunde – Verweise auf Goethes Werk und Person in den vor Abu Telfan erschienenen Dichtungen Wilhelm Raabes – Die Faust-Verweise in Abu Telfan – Goethe und sein Gesamtwerk in Abu TelfanAbu Telfan als umfassende Auseinandersetzung mit Goethe und seinem Werk und als Antwort auf den Goethe- und den Faust-Diskurs des 19. Jahrhunderts.