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Sprachpolitik und «Linguistic Human Rights»

Eine soziolinguistische Untersuchung zu Mehrsprachigkeit, muttersprachlichem Unterricht und Fremdsprachenunterricht in Sekundarschulen

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Peter di Natale

Ziel dieser Arbeit ist es, die Zusammenhänge zwischen Sprachpolitik, Bildungsdiskursen und Linguistic Human Rights (LHRs) zu beschreiben. Das Forschungsgebiet der LHRs umfasst Diskurse, die eine vertiefte Analyse, Diskussion und Kritik der sprachpolitischen Praktiken erlauben, die in den staatlichen Schulen in der EU und in anglophonen Ländern zurzeit im Gebrauch sind. Der monolinguale Habitus in den Erziehungs- und Bildungsinstitutionen westlicher Einwanderungsländer ist in vielen Fällen für das Schulversagen immigrierter bilingualer Schulkinder und Jugendlicher verantwortlich. Hierdurch entsteht eine Form der institutionellen Diskriminierung von Minderheiten, die in vielen Fällen durch sprachpolitische Entscheidungen verfestigt wird.
Aus dem Inhalt: Sprachenvielfalt und Pluralismus – Definition des Begriffs Minderheit – Vitalität und Status der Muttersprachen von immigrierten Minderheiten – Bildungsdiskurse – Multikulturalismus und Interkulturelle Pädagogik vs. Transkulturalismus – Bilingualismus und Bildungserfolg – Linguistic Human Rights, Sprachenrechte, Menschenrechte und Minderheitenrechte – Spracherhalt, Sprachtod, Sprachmord, linguistic genocide, institutionelle Diskriminierung durch Sprache – Muttersprachlicher Unterricht vs. herkunftssprachlicher Unterricht – Sprachpolitik in Sekundarschulen: Diskussion von Lehrplänen und offiziellen Informationsbroschüren des Landes Hessen.