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«Muster im Lebensteppich»

Sprechen vom Menschen in Philosophie und Dichtung

Siegfried Dangelmayr

Ausgehend von den aktuellen Debatten über Naturalisierung, Personbegriff und Postmoderne stellt der Verfasser die Frage, wie adäquat vom Menschen zu sprechen ist. Er findet Antworten im Werk Wittgensteins und in der literarischen Moderne. Der Schlusssatz des Tractatus lässt sich in Beziehung bringen zur Sprachkonzeption von Hofmannsthal und Rilke. Und während der späte Wittgenstein das Sprachspiel des Seelischen von der Objektsprache abhebt, zeigt die klassische Moderne den Menschen als Einzelnen in konsequenter Innensicht: Proust löst Objektivität auf in Subjektivität, Joyce ist der Dichter des Bewusstseinsstroms. Einen weiteren Schwerpunkt bildet Paul Celans Poetologie der radikalen Individuation. Von diesen Perspektiven auf das vom Menschen gelebte Leben her ergeben sich Muster im Lebensteppich (Wittgenstein) mit einer immanenten Sinnausrichtung.
Aus dem Inhalt: Sprechen vom Menschen heute – Das Sprechen der Dichtung – Wittgensteins Sprachspiel unseres Lebens – Proust: Wirklichkeit als propre sensibilité – Joyce: der Mensch als Bewusstseinsstrom – Celan: Poetologie der radikalen Individuation – Muster im Lebensteppich.