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Kulturelle VerWandlungen

Die Gestaltung sozialer Welten in der Performanz

Ursula Rao

Das Buch thematisiert soziale Wandlungsprozesse in verschiedenen kulturellen Kontexten. Es geht um den Umgang mit neuen Medienprodukten, die Bearbeitung interkultureller Erfahrungen in einer sich globalisierenden Welt, die dynamische Umsetzung von Geschlechteridentitäten und politische Effekte von sich verändernden Ritualen. Die Fallbeispiele veranschaulichen, wie Akteure hervortretenden Ereignissen durch ihre Aneignung einen veränderten Charakter oder eine neue Bedeutung geben. Dabei wird auch die Frage nach körperlich vermittelten Erfahrungen gestellt, die die Subversion etablierter Sichtweisen befördern. Die theoretische Aufarbeitung des Materials leistet einen wichtigen Beitrag zur Bestimmung des Verhältnisses von Struktur und Kontingenz im sozialen Prozess.
Aus dem Inhalt: Ursula Rao: Einleitung: Zwischen Struktur und Kontingenz – Gabriele Klein: Habitus und Performanz. Oder: Wie der Habitus als generatives Prinzip Wirklichkeit hervorbringt – Karl H. Hörning/Julia Reuter: Praktizierte Kultur: Das stille Wissen der Geschlechter – Beatrix Hauser: Periodisch unberührbar: Zur körperlichen Performanz menstrueller Unreinheit in Südorissa (Indien) – Nadine Sieveking: Subversive Körper: Sabar-Tanzen in Deutschland und Senegal – Karl-Heinz Renner/Lothar Laux: Histrionische Selbstdarstellung als performative Praxis – Christiane Brosius: Filmen in Gottes Namen: Missionarische Visionen in Melanesien (1920-1930) – Jörn Müller: Schall-Platten: Erkundungen über Wandel in Geschmackskulturen – Udo Göttlich: Reproduktion des Alltags? Factual Entertainment als Bühne inszenatorischer Konstruktion von Alltäglichkeit – Ursula Rao: Neta, Medium, Priester: Statuspositionen und die Hervorbringung von Autorität im Ritual – Burkhard Schnepel: Jagannath: Eine ostindische Gottheit im Spannungsfeld politisch-ritueller Machtkämpfe – Stefanie Lotter: Diebstahl als Sabotage ritueller Effizienz.