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Neue ambulante Maßnahmen in der Reform

Entwicklung der neuen ambulanten Maßnahmen seit der Einführung durch das Erste Gesetz zur Änderung des Jugendgerichtsgesetzes am Landgerichtsbezirk Flensburg- Zugleich eine Analyse der Sanktionierungspraxis im Jugendstrafrecht

Oktay Caglar

Die Rechtspflegestatistiken der Länder und des Bundes stellen nur auf erteilte Weisungen oder Auflagen im Jugendstrafrecht ab, ohne in die einzelnen ambulanten Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz im Detail zu untergliedern. Um die Entwicklung der neuen ambulanten Maßnahmen im Jugendstrafrecht seit ihrer Einführung 1990 durch das Erste Gesetz zur Änderung des Jugendgerichtsgesetzes zu untersuchen, und zu prüfen, ob sie die traditionellen Sanktionen im Sinne des Gesetzgebers reduzieren bzw. ersetzen können, bedurfte es einer eigenen Aktenanalyse (am Landgerichtsbezirk Flensburg). So gelingt es neben der Entwicklung der Sanktionierungspraxis im Jugendstrafrecht auch einzelne Ursachen und Hintergründe der Entwicklung aufzuzeigen, die nicht nur negativ sind, sondern auch Wegbereiter für positive Veränderungen in der Zukunft der neuen ambulanten Maßnahmen und der Sanktionierungspraxis sein können.
Aus dem Inhalt: Entwicklung der Sanktionierungspraxis im Jugendstrafrecht – Informelle Erledigungen, neue ambulante Maßnahmen – Betreuungsweisung – Sozialer Trainingskurs – Täter-Opfer-Ausgleich – Jugendarrest – Jugendstrafe – Aktenanalyse am Landgerichtsbezirk Flensburg – Ursachen und Hintergründe – Kriminalität in den Medien – Notwendigkeit einer «inneren» Reform.