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Erziehung im ersten Lebensjahr

Eine Studie zur Intersubjektivität früher Beziehungen

Horst Kämpfer

Diese Studie untersucht, wie sich die frühe Beziehung zwischen Mutter und Baby entwickelt, wie sich Intersubjektivität gestaltet, welchen Einfluss unbewusste Fantasien auf die Interaktionen haben, um schließlich das Bedingungsfeld von Erziehen und Lernen für das erste Lebensjahr beschreiben zu können. Es werden Erkenntnisse aus Pädagogik, Philosophie, Psychoanalyse und psychoanalytischer Säuglingsforschung zusammengetragen und zu einem Konzept frühkindlicher Erziehung verwoben. Dabei wird deutlich, dass das Baby aktiver Interaktionspartner ist. Mutter und Baby erschaffen einen Zwischenraum, in dem sich Sinn und Bedeutung entwickeln und verwirklichen. Und zugleich haben sie Einfluss auf die jeweiligen Innenräume des beziehungsweise der Anderen: Das Selbst des Subjekts – eben auch sein Unbewusstes – ist vom Anderen bewohnt und mitbestimmt. An kleinen Szenen wird verdeutlicht, wie sich zwischen Mutter und Baby Wünsche und Intentionen entwickeln, wie diese in den konkreten Interaktionen zu Themen gerinnen und schließlich verinnerlicht und gelernt werden und das Lernen selbst mit beeinflussen.
Aus dem Inhalt: Konzepte der Erziehung in früher Kindheit, unter anderem von W. Loch, H. Figdor, G. E. Schäfer und G. Bittner – Phänomenologische Gesichtspunkte der Intersubjektivität – Psychoanalytische Gesichtspunkte der Intersubjektivität – Befunde der psychoanalytischen Säuglingsforschung – Das Thema der Erziehung im ersten Lebensjahr.