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Wohnungswirtschaft für die Vereinigte Stahlwerke AG, 1933-1945

Entstehung, Organisation, Bestandsbewirtschaftung und Wohnungsbau der Rheinische Wohnstätten AG, Rheinisch Westfälische Wohnstätten AG, Westfälische Wohnstätten AG und Westdeutsche Wohnhäuser AG

Andreas Dörschner

Die Vereinigte Stahlwerke AG (VSt) wuchs vor dem Zweiten Weltkrieg hinter der I.G. Farbenindustrie AG zum zweitgrößten Unternehmen in Deutschland heran und zählte zu den größten Stahlproduzenten der Welt. Für die Verwaltung von mehr als 60.000 Wohnungen gründete die VSt 1933 kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme die Westdeutsche Wohnhäuser AG und mit den Möglichkeiten des Gemeinnützigkeitsrechts die Westfälische-, Rheinisch Westfälische- und Rheinische Werkswohnungs AG. Die Gesellschaften bewirtschafteten ein Achtel des gesamten deutschen industriellen Wohnungsbestands und waren Grundlage für Nachkriegsgesellschaften wie die VEBA Immobilen AG (Viterra AG). Vorstand, Geschäftsleitungen und Verwaltungsstellen der Gesellschaften bewegten sich dabei insbesondere während des Krieges im Spannungsfeld der Auswirkungen nationalsozialistischer Politik und wohnungswirtschaftlicher Sachzwänge.
Aus dem Inhalt: Entstehung der unternehmerischen Wohnungswirtschaft in Deutschland – Gründung von Wohnungsgesellschaften im Großkonzern Vereinigte Stahlwerke AG – Gründungsmotive – Recht der Gemeinnützigkeit – Organisation und rechtliche Rahmenbedingungen für Wohnungsunternehmen ab 1933 – Bestandsbewirtschaftung und Wohnungsbau in Westfalen und im Rheinland zur Zeit des Nationalsozialismus – Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf Wohnungswirtschaft und Personal der Wohnungsgesellschaften.