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Komponenten des Zinsfußes in Unternehmensbewertungskalkülen

Theoretische Grundlagen und Konsistenz

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Jörg Wiese

Der Kalkulationszinsfuß verdient im Rahmen der Unternehmensbewertung besondere Aufmerksamkeit, da bereits kleine Änderungen seines Wertes erhebliche Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis haben können. Der Zins setzt sich in praxi aus den Komponenten Basiszins, Risikozuschlag, persönliche Besteuerung und Wachstumsabschlag zusammen, die durch Einflüsse unterschiedlicher Finanzierungsstrategien überlagert werden. Der Autor geht der Frage nach, unter welchen Bedingungen diese Zinsfußbestandteile und die hinter ihnen stehenden, teils widersprüchlichen Modellannahmen konsistent miteinander verbunden werden können. Hierzu werden die einzelnen Komponenten zunächst isoliert diskutiert und anschließend sukzessive unter dem Primat der Konsistenz zu einem umfassenden Bewertungsmodell zusammengeführt. Als Modellrahmen dient das mehrperiodig angewandte Capital Asset Pricing Model (CAPM). Einen Schwerpunkt der Arbeit bildet die Ableitung und umfassende Würdigung eines Steuer-CAPM, welches an das deutsche Steuersystem angepasst wird. Diese Thematik ist von großer praktischer Relevanz, da die in IDW S 1 niedergelegten berufsständischen Grundsätze der Wirtschaftsprüfer in Deutschland bei der Ermittlung objektivierter Unternehmenswerte mittlerweile die Anwendung eines vereinfachten Steuer-CAPM verlangen.
Aus dem Inhalt: Diskussion der Komponenten des Zinsfußes in Unternehmensbewertungskalkülen (Basiszins, Risikozuschlag, Wachstumsabschlag, persönliche Steuern, Kapitalstruktur) – Konsistenzanalyse: Widerspruchsfreie Kombination der Zinsfußbestandteile im Rahmen des CAPM (z.B. persönliche Steuern im CAPM; Wachstumsabschlag und CAPM; persönliche Steuern, Wachstumsabschlag, CAPM und unterschiedliche Finanzierungsstrategien).