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Historisches Erinnern und Gedenken im Übergang vom 20. zum 21. Jahrhundert

Thomas Schaarschmidt

Was für Konsequenzen haben Deutungskonkurrenzen für die Erinnerungskultur? Welche Rolle spielen Denkmäler und Gedenkstätten für die Vermittlung von Geschichte? Die Debatten um konkurrierende Formen der Aneignung, Deutung und Vermittlung von Geschichte im Familiengedächtnis, in der Alltagskommunikation, in den Medien, in der Geschichtspolitik und in der historisch-politischen Bildung gaben den Anstoß für eine Vortragsreihe der Koordinationsstelle des Projektverbunds Zeitgeschichte Berlin-Brandenburg zum Thema «Historisches Erinnern und Gedenken». In ihren Beiträgen reflektieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen aus ihrem jeweiligen Erfahrungskontext in Forschungseinrichtungen und Gedenkstätten das komplexe Verhältnis von Erinnern, Gedenken und zeithistorischer Forschung.
Aus dem Inhalt: Martin Sabrow: Das Unbehagen an der Aufarbeitung. Zur Engführung von Wissenschaft, Moral und Politik in der Zeitgeschichte – Winfried Meyer: Friedhofsgärtnerei statt Elfenbeinturm? Thesen zu Bedingungen und Aspekten zeitgeschichtlicher Forschung in Gedenkstätten – Norbert Haase: Zwischen Konsens und Konkurrenz. Deutsche Erinnerungskulturen im politischen Spannungsfeld – Mechtild Gilzmer: Denkmäler als Medien nationaler Erinnerungskultur. Frankreich 1945-2007 – Insa Eschebach: Erinnern - Gedenken - Historisieren. Formen des Umgangs mit der NS-Vergangenheit – Sigrid Jacobeit: Lernen am historischen Ort. Zur Funktion von NS-Gedenkstätten als nationale Erinnerungsorte im europäischen Kontext – Stefanie Endlich: Orte der Erinnerung. Relikte, Überformungen, Interpretationen – Viola B. Georgi: Migration und Geschichte. Geschichtsaneignung und interkulturelles Lernen in der deutschen Einwanderungsgesellschaft – Stefan Troebst: Vertreibungsgedenken institutionalisieren? Das Europäische Netzwerk Erinnerung und Solidarität.