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Erna Frank – Satiren zur herrschenden Moral

Malerei – Plastik – Zeichnung - 1965-2005

Semirah Heilingsetzer

Das Werk der Künstlerin Erna Frank wird in den Texten von Peter Gorsen, Semirah Heilingsetzer und Dieter Schrage erstmals in einem kunsthistorischen Kontext analysiert und in einem umfangreichen Bildteil präsentiert sowie zu zeitgenössischen Tendenzen in Beziehung gesetzt. In Franks Werken werden sozial- und gesellschaftskritische Anliegen deutlich, die zeitweise humoristische Züge tragen. Die bisweilen grotesk und satirisch anmutenden Protagonisten in ihren Werken stehen in einem Nahverhältnis zum sozialkritischen Verismus der 1920er Jahre von Grosz und Dix. «Unter dem Stichwort ‘Kritischer Realismus’ postuliert Frank einen Künstler, der ein ‘hinterfragendes und skeptisches Verhältnis zum Bestehenden’ herstellt. Durch Humor, Spott, groteske, karikierende, deformierende Darstellungsformen sollen die Dinge ‘als veränderbare soziale Größen’ gezeigt werden.» (Zitat Peter Gorsen)
Die Menschen in Franks Werken – geprägt mitunter von Einsamkeit und Orientierungslosigkeit in der Großstadt – werden von einem spezifischen Wiener Lokalkolorit untermalt.
Aus dem Inhalt: Hubert Christian Ehalt: Vorwort – Peter Gorsen: Die Wonnen des fettleibigen Eros. Erna Franks Satire der herrschenden Moral – Semirah Heilingsetzer: Erna Frank: Das Kunstwerk als sozialkritische Satire – Dieter Schrage: Ist Erna Frank ein weiblicher Deix? – Erna Frank: Biografie.