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Erna Frank – Satiren zur herrschenden Moral

Malerei – Plastik – Zeichnung - 1965-2005

Semirah Heilingsetzer

Das Werk der Künstlerin Erna Frank wird in den Texten von Peter Gorsen, Semirah Heilingsetzer und Dieter Schrage erstmals in einem kunsthistorischen Kontext analysiert und in einem umfangreichen Bildteil präsentiert sowie zu zeitgenössischen Tendenzen in Beziehung gesetzt. In Franks Werken werden sozial- und gesellschaftskritische Anliegen deutlich, die zeitweise humoristische Züge tragen. Die bisweilen grotesk und satirisch anmutenden Protagonisten in ihren Werken stehen in einem Nahverhältnis zum sozialkritischen Verismus der 1920er Jahre von Grosz und Dix. «Unter dem Stichwort ‘Kritischer Realismus’ postuliert Frank einen Künstler, der ein ‘hinterfragendes und skeptisches Verhältnis zum Bestehenden’ herstellt. Durch Humor, Spott, groteske, karikierende, deformierende Darstellungsformen sollen die Dinge ‘als veränderbare soziale Größen’ gezeigt werden.» (Zitat Peter Gorsen)
Die Menschen in Franks Werken – geprägt mitunter von Einsamkeit und Orientierungslosigkeit in der Großstadt – werden von einem spezifischen Wiener Lokalkolorit untermalt.
Die Herausgeberin: Semirah Heilingsetzer arbeitet in Wien als freie Wissenschaftlerin und ist im Kunstmanagement tätig. Sie absolvierte den Lehrgang für Kunst- und Kulturmanagement in Gmunden/Salzburg (ICCM) und studierte Kunstgeschichte in Wien (Mag. phil.). Von 1995 bis 1998 war sie als kuratorische Assistenz in der Kunsthalle Wien tätig. Sie ist u. a. Herausgeberin der Kunstpublikation: Die Galerie «Zum Roten Apfel» 1959-1965. Küstlerpositionen der 60er Jahre in Wien.