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«Frieden durch Religion» – ein japanisches Modell

Das interreligiöse Friedensprogramm der Risshō Kōsei-kai (1957-1991)- Studien zur Entwicklungsgeschichte, Zielsetzung und Funktion: Weichenstellungen in drei Jahrzehnten (1949-1979)

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Christiane Schulze

Zusammenarbeit für den Frieden mit anderen Religionsgemeinschaften ist seit Mitte der sechziger Jahre ein besonderes Anliegen der modernen japanischen buddhistisch-geprägten Laienorganisation Risshō Kōsei-kai, insbesondere in der Person ihres Gründungspräsidenten Nikkyō Niwano (1906-1999). Wie und warum sich dieses interreligiöse Friedensprogramm entwickelte und welche Zielsetzung und Funktion es für die Risshō Kōsei-kai hat, ist Gegenstand dieser religionswissenschaftlichen Untersuchung. Das buddhistische Konzept einer zielgerichteten Anpassung bestimmt Entwicklung und Inhalte des Programms. Die inhaltlichen Vorstellungen von «Frieden durch Religion» sind vor allem geprägt von gesellschaftspolitischen Leitbildern im Japan der späten Meiji-Zeit bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie haben für die Risshō Kōsei-kai weltweiten Vorbild- und Führungscharakter. Hierbei spielen die Beruhigung der Geister der Kriegstoten, die neokonfuzianische Ethik sowie die Lehren und Prophezeiungen des Lotus-Sūtra eine wichtige Rolle.
Aus dem Inhalt: Das weltweit verkündete interreligiöse Friedensprogramm der Risshō Kōsei-kai – Von der situativen Zusammenarbeit zum Programm – Wegweisende Partnerschaften für den Ausbau – Ein eigenes Forum – Das Programm und der Ahnendienst (ethische und rituelle Ebene) – Das Programm und die Rettung der Welt im Lotus-Sūtra – Das interreligiöse Friedensprogramm als «geschicktes Mittel» der Sendungsverwirklichung – Ein Fallbeispiel für die Problematik einer interreligiösen Zusammenarbeit für den ‘Frieden’.