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Schelling – Humboldt - Idealismus und Universität

Mit Ausblicken auf Heidegger und die Hermeneutik

István. M. Fehér

In den heutigen Debatten um die europäische Universitätstradition und ihre Krise fehlt es nicht an Hinweisen auf Wilhelm von Humboldts Universitätsidee und ihre Verwandtschaft zur Philosophie des Deutschen Idealismus, dennoch kommt es kaum zu einer tieferen Auseinandersetzung damit. Ein Stück dieser hermeneutischen Arbeit wird in dieser Untersuchung zu leisten versucht. Im Vergleich ihrer beiden Universitätsschriften wird dabei vor allem den Beziehungen zwischen Schelling und Humboldt nachgegangen. Mit einbezogen werden jedoch auch die anderen Universitätsschriften des Zeitalters, sonstige Denkperspektiven des Idealismus sowie Ausblicke auf die Nachgeschichte des Humboldtschen Konzepts. Besondere Berücksichtigung finden dabei Heidegger und die Hermeneutik.
Aus dem Inhalt: Die Universität als europäische Institution – Hauptcharakteristika der Humboldtschen Universitätsidee im Überblick – Identitätsphilosophie als Wissenschaft des Absoluten und Universität – Zum Bildungsverständnis des Idealismus – Erläuterungen zu den Hauptcharakteristika der Humboldtschen Universitätsidee – Liberale Wissenschaftsauffassung: Wissenschaft als ins Unendliche gehende Forschung – Einheit (und Freiheit) von Forschung und Lehre – «Einsamkeit und Freiheit», «Freiheit und Selbsttätigkeit», Selbstdenken, absolute Selbständigkeit – «Trennung der höheren Anstalt von Schule», Lehr- und Lernfreiheit – Trennung von Nützlichkeit und Wahrheitssuche – «Universalität gegen Spezialität», Gegensatz von Universität und Fachhochschule, von (Menschen-)Bildung und (Berufs-)Ausbildung, zentrale Stellung der Philosophie – «Bildung durch Wissenschaft» – Liberale Staatsauffassung: Bildungs- und Kulturstaatsgedanke – Die wechselvolle Nachgeschichte der Humboldt-Universität erläutert an einer Hauptschwierigkeit des Idealismus.