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Trojanische Pferde der DDR?

Das neutralistisch-pazifistische Netzwerk der frühen Bundesrepublik und die Deutsche Volkszeitung, 1953-1973

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Dirk Mellies

Anhand der Geschichte der Deutschen Volkszeitung (heute Freitag) des Reichskanzlers a.D. Joseph Wirth zeigt diese Studie, wie die DDR versuchte, auf das pazifistisch-neutralistische Spektrum der BRD Einfluss zu nehmen. Die Zielsetzung der kommunistischen «Netzwerker» in der Redaktion, Bündnispartner anzuwerben, wurde mit der Gewinnung der zeitweiligen Autoren Renate Riemeck, Klara Maria Fassbinder, Martin Niemöller, Wilhelm Elfes, Wolfgang Abendroth, Karl Graf von Westphalen, Bogislaw von Bonin, Günter Wallraff etc. erfolgreich umgesetzt. Das anhand dieser Autoren konstruierte personelle Netzwerk konnte in den 50er Jahren eine Vielzahl von Persönlichkeiten unterschiedlichster politischer Provenienz integrieren. Dagegen zerfiel dieses Netzwerk in den 60er und 70er Jahren zunehmend. Auch öffentlich wurde nun deutlich, dass Kommunisten die DVZ und die ihr nahe stehenden Organisationen dominierten.
Aus dem Inhalt: Organisationen der neutralistisch-pazifistischen Opposition – Bund der Deutschen und Deutsche Friedensunion als Beispiele für die Steuerungsversuche der DDR – DVZ als Parteizeitung und Fortführung des BdD – Quantitative und qualitative Inhaltsanalyse der DVZ – Repressalien durch Polizei und Justiz – DVZ-Autoren und das neutralistisch-pazifistische Netzwerk der frühen BRD.