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Französische und frankophone Literatur in Deutschland (1945-2010)

Rezeption, Übersetzung, Kulturtransfer

Carolin Fischer and Beatrice Nickel

Anstatt sich der nicht gegenstandslosen Klage anzuschließen, dass die französische Literatur im deutschen Sprachraum seit dem Zweiten Weltkrieg an Bedeutung verloren hat, untersuchen die Beiträge dieses Bandes, wie diese spezifischen Prozesse des Kulturtransfers insbesondere in den vergangenen drei Jahrzehnten verlaufen sind. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung der Rezeption und die Suche nach Gründen für Erfolge oder Scheitern. Neben literaturwissenschaftlichen Untersuchungen zu verschiedenen Autoren finden auch (kultur-)politische und verlegerische Aspekte Beachtung. Dank Beiträgen und Informationen von Praktikern solcher Transferprozesse – Übersetzern, Lektoren und Kulturbeauftragten – gelingt es, ein breites Spektrum abzudecken und die Phänomene in ihrer Vielschichtigkeit zu beleuchten.
Inhalt: Joseph Jurt: Hunger nach französischer Literatur? Der Rezeptionsverlauf nach 1945 – Brigitte Sändig: Französische und frankophone Literatur in der letzten Dekade der DDR – Danielle Risterucci-Roudnicky: Der Janus-Blick oder Gedanken zum Begriff «Kulturelle Literatur» – Heinrich Stiehler: Zur Rezeption Panaït Istratis in der BRD und der DDR. Eine qualitative Inhaltsanalyse – Anne-Laure Pella: Eine Rezeption der Zwischenzeit: Das Werk Ramuz’ zur Jahrtausendwende in deutscher Sprache – Mechtild Gilzmer: Die frankophone marokkanische Literatur und ihre Rezeption in Deutschland (1954–2006) – Beatrice Nickel: Pierre Garnier in Deutschland: Zur Rezeption seines poetischen Werkes – Christian van Treeck: Zu Gast bei Freunden? Zur Rezeption Michel Houellebecqs im deutschsprachigen Raum – Mirjam Tautz: Beobachtungen zum editorialen Peritext im Transfer der Romane von Jean Echenoz, Philippe Djian und Sylvie Germain nach Deutschland – Carolin Fischer: Aktuelle Übersetzungen im Kontext interkultureller Kommunikation – Doris Heinemann: Zufall und Empfehlung – Jean-Claude Crespy: Das Netzwerk kultureller Zusammenarbeit und die Auswirkung(en) auf die Literaturpolitik.