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Grenzfälle

Staatsangehörigkeit, Rassismus und nationale Identität unter deutscher Kolonialherrschaft

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Dominik Nagl

Die Errichtung eines deutschen Kolonialreichs warf für die neue Kolonialmacht eine Vielzahl rechtlicher Schwierigkeiten auf. Insbesondere stellte sich die Frage, wie der koloniale Raum und seine Bewohner in den bestehenden staatsrechtlichen Rahmen integriert werden sollten. Ausgehend von zeitgenössischen Diskursen um Recht, Nation und Rasse zeichnet diese Arbeit aus postkolonialer Perspektive nach, welche Folgen die Kolonialexpansion für die Theorie und Praxis der Staatsangehörigkeit, die Rechte der Kolonisierten und die Konstruktion des deutschen Selbstverständnisses hatte. Die Arbeit liefert damit einen Beitrag zur aktuellen Debatte um Globalisierung, Migration und nationale Identität.
Aus dem Inhalt: Staatsangehörigkeit in der «kolonialen Situation» – Einbürgern und Ausschließen in den deutschen Kolonien – Koloniale Migration und Staatsangehörigkeit – Verbotene Liebe: Die Debatte um die Zulässigkeit so genannter «Rassenmischehen».