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Mit verbundenen Augen durch ein wohlgebautes Haus

Zur szenischen Kapazität von Architektur- Vorträge und Gespräche über die Erfahrung von Architektur zwischen Bild- und Raumerlebnis

Alban Janson and Angelika Jäkel

In der «Erlebnisgesellschaft» werden uns Erlebnisse versprochen, wohin wir blicken. Welche Rolle spielt dabei die Architektur? Schon immer war sie genuine Erlebnisdisziplin – könnte sie im Trend von Szenographie und Imagineering an Popularität gewinnen? Es sieht allerdings so aus, als sei die grassierende Inszenierung von Erlebnissen nur als Täuschung und Vereinnahmung zu haben. Mit spezifisch architektonischen Mitteln kann dagegen eine offene «szenische Kapazität» bereitgestellt werden, die im Alltag unserer Bewegung und unserem Handeln eine beiläufige Wertschätzung zumisst. Theaterwissenschaftler und Szenographen, Kunst- und Sozialwissenschaftler, Philosophen und Künstler untersuchen zusammen mit Architekten die Bedingungen, unter denen Architektur ihr szenisches Potenzial entfaltet.
Aus dem Inhalt: Alban Janson: Einleitung: Zur Aktualität des Szenischen in der Architektur – Angelika Jäkel: Zuschauend handeln. Wieviel Distanz verträgt die Betrachtung von Architektur? – Sabine Schouten: Sehen und Gesehen-Werden. Zur architektonischen Inszenierung theatraler Prozesse – Uwe R. Brückner: Szenographie oder die Kunst, den Raum zum Sprechen zu bringen – Thorsten Bürklin: Geist, Körper, Raum. Architektur als szenisches Symbol – Jürgen Hasse: Erfahrung durchs Erlebnis? Erlebnis-Architektur im selbst- und weltbezogenen Denken – Achim Hahn: Eindruck und Wirkung: Erfahrung machen mit Architektur – Alban Janson: Spielraum und Prägnanz. Architektur und ihr szenisches Potenzial – Ulrich Schulze: Annas Haus. Raum und Bewegung bei Giotto und Josef Frank – Thomas Hasler: Szenische Kapazität.