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Poseidon

Herausgegeben und bearbeitet von Michael Zuzanek

Den letzten erscheinenden Band der Präolympik-Untersuchungen widmet der Autor dem Poseidon in den homerischen Epen. Durch die genaue Betrachtung der Handlung des Poseidon und seiner Epitheta wird sehr rasch bestätigt, daß er erstens auch ein Präolympier ist, wie alle anderen bis jetzt untersuchten «Olympier», und er zweitens ursprünglich rein gar nichts mit dem Meer zu tun hatte, zu dessen Gott er durch Homer gemacht wurde. Nie befiehlt er dem Meer. Er befiehlt dem Wind, den Flüssen (Süßwasser) und vor allem der Erde (Beben und Vulkanismus). Verdeutlicht wird das durch seine Epitheta die sich in zwei Großgruppen teilen, der gai-Gruppe und der chton-Gruppe, beides erdhafte Begriffe, die 30 von insgesamt 46 Nennungen ausmachen, also in hohem Verhältnis überwiegen, wobei auch die restlichen keine Verbindung zum Meer zeigen. Er ist ein Erdgott, sagen die Epitheta. Er ist – der Handlung zufolge – ein Meergott, sagt Homer. Diese zwei Schichten Poseidons sind allgemein bekannt und gesichert. Neu wird hier erarbeitet, daß die Epitheta genaue Bedeutung und Verwendung haben, durch welche die Merkmale des Erdgottes exakt mitgeteilt werden. Da sie ursprünglich zur Gänze dem erdhaften Charakter angehören, stammen sie allesamt aus einer Epoche, die vor dem Meer-Poseidon liegt, der Epoche des Erd-Poseidon, der auch Süßwasser-Poseidon war.
Aus dem Inhalt: Poseidon Epitheta – Gai-Gruppe – Chton-Gruppe – Die Enosichthon der Ilias – Elementarereignisse der Ilias – Elementarereignisse der Odyssee – Ortsgott von Ilion – Erdhafte Elementarereignisse der Ilias – Samothrake – Das Beben der Götterschlacht.