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Arbeiten in der Grauzone

Informelle Ökonomie in der Stadt

Dietrich Henckel, Guido Spars and Florian Wukovitsch

Die Entstehung, Bedeutung und die Folgen der informellen Ökonomie sind immer wieder Gegenstand von Forschung und politischer Debatte. Das gilt sowohl für die Industrieländer wie auch für die Länder der Dritten Welt, auch wenn die Rahmenbedingungen völlig unterschiedlich sind. Gerade in Europa haben sich diese in den letzten 15 Jahren weit reichend geändert. Der Fall des Eisernen Vorhangs hat die Grenzen zu einem Raum mit deutlich niedrigeren Löhnen geöffnet und damit auch Anreize geschaffen, informelle Arbeit in den Hochlohnländern zu suchen. Gleichzeitig bleibt aber auch unabhängig davon der Anteil der informellen Wertschöpfung in West- und Osteuropa auf hohem Niveau. Dieser Sammelband geht den Fragen nach dem Verhältnis von formeller und informeller Ökonomie, der Entwicklung der informellen Ökonomie und den Möglichkeiten der Steuerung auf unterschiedlichen Ebenen und aus verschiedenen Blickwinkeln nach.
Aus dem Inhalt: Dietrich Henckel/Guido Spars/Florian Wukovitsch: Einleitung – Dominik H. Enste: Informelle Ökonomie: Umfang, Struktur und Ursachen – Colin C. Williams/Richard J. White: Variations in the nature of the hidden economy and its public policy implications – Guido Spars: Institutionelle Aspekte der informellen Ökonomie – Florian Wukovitsch: Regulierte Informalität im geeinten Europa? Wirkungen der Übergangsbestimmungen auf dem Arbeitsmarkt in der EU – Holger Floeting: Migrantenökonomien und die informelle Ökonomie: Strukturen, Zusammenhänge, Potenziale und Handlungsmöglichkeiten für Städte und Gemeinden – Stephan Manning/Philippe Schmidt: Berlins vietnamesischer Blumenhandel und New York’s Iron Triangle: Praktiken informeller Ökonomie aus strukturationstheoretischer Sicht – Carsten Keller: Migration und informelle Ökonomie: Wechselwirkungen und Diskrepanzen in Italien und Mailand – Dietrich Henckel/Andrea Wagner: Informelle Ökonomie in Deutschland und Polen: Berlin und Warschau – Faruk Şen: Erfahrungsorientierte Bewertung von externen Zuschreibungen zur ethnischen Ökonomie: Zwischen Stabilitätsfaktor, informeller Ökonomie und Schattenwirtschaft, am Beispiel der türkischstämmigen Selbständigen – Uwe Wötzel: Informelle Ökonomie und gescheiterte Arbeitsmarktpolitik.