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Einstellungen zu den Naturwissenschaften und naturwissenschaftlich relevante Haltungen bei deutschen und japanischen Jugendlichen

Eine neue Perspektive zur PISA-Debatte

Jürgen Langlet and Gerhard Schaefer

Im Unterschied zur Curriculum-Reform der 70er-Jahre dreht sich die heutige PISA-Debatte fast nur um Wissen und Fertigkeiten und klammert die affektive Seite von Unterricht weitgehend aus. In einer von Japan finanzierten und von G. Schaefer wissenschaftlich betreuten Vergleichsstudie wurde die affektive Seite naturwissenschaftlicher Bildung, nach «Einstellungen» und «Haltungen» getrennt, an Jugendlichen untersucht. Dabei zeigt sich, dass deutsche Schüler/innen, sowohl was Einstellungen zur Naturwissenschaft als auch was naturwissenschaftlich relevante Haltungen betrifft, signifikant besser abschneiden als ihre japanischen Altersgenossen. Die Frage, wieso trotz besserer affektiver Voraussetzungen ihre Leistungen bei TIMSS und PISA so hinter den japanischen zurückstehen, wird ausführlich diskutiert.
Aus dem Inhalt: Theoretische Überlegungen zu Einstellungen und Haltungen – Einstellung zu und Verständnis von Naturwissenschaft: Freie Assoziationen und Definitionen, Polaritätsprofil, Multiple-choice-Test, direkter affektiver Test – 8 naturwissenschaftlich relevante Haltungen: MC-Test + Auswerteverfahren – Diskussion: Konsequenzen für Erziehung und Unterricht.