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Die venezianische Kirchenmusik von Baldassare Galuppi

Ines Burde

Baldassare Galuppi (1706-1785) gilt bis heute als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des 18. Jahrhunderts. Seine Kirchenmusik jedoch ist weniger bekannt, da ihre Aufführung im Gegensatz zur erfolgreichen, europaweiten Ausstrahlung seiner Opern auf Venedig und wenige andere Orte beschränkt blieb. Basis dieser Arbeit bildet die breite Auseinandersetzung mit den Quellen und deren Überlieferung, die Ausführungen zur Authentizität der handschriftlichen Manuskripte einschließt. Anhand von Fallbeispielen werden einzelne zentrale Fragen der Kirchenmusik Baldassare Galuppis herausgearbeitet, die den Bezug zur italienischen und venezianischen Tradition betreffen, einige Aspekte und Tendenzen des musikalischen Stils berühren sowie die Problematik der Aufführungspraxis verdeutlichen. Angesichts der großen Anzahl der Werke bleibt die Untersuchung auf Werke nach liturgischen Texten sowie Motetti beschränkt. Den zweiten Teil der Arbeit bildet ein erstmals erstelltes detailliertes thematisch-systematisches Werkverzeichnis.
Aus dem Inhalt: Erstmalige Aufarbeitung des kirchenmusikalischen Schaffens von Baldassare Galuppi – Ausführliche Betrachtung der Quellenüberlieferung und Auswertung des bisher noch nicht gesichteten umfangreichen Quellenmaterials – Analysen einzelner Aspekte der Kirchenmusik Galuppis anhand von Fallbeispielen wie der Doppelchörigkeit, solistischer Motetti und Marianischen Antiphonen, großangelegter Psalmkompositionen, Gloria- und Creo-Vertonungen im venezianischen Kontext, Stile-antico-Elementen, einer Passion für Frauenstimmen – Erstmalige Erstellung eines Werkverzeichnisses der venezianischen Kirchenmusikwerke Galuppis.