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Grundlagen der Willenspädagogik

Zur Begründung des eigentlichen erzieherischen Handelns

Dietmar Langer

Aufgrund einer Begriffsanalyse der Phänomene Subjekt, Wille und Vernunft können deren gegenseitige Beziehungen sowie pädagogisch bedeutsame Spielarten des Willens erörtert werden, insbesondere guter, vernünftiger, freier und starker Wille. Sie machen den Kern der Grundlagen der Willenspädagogik aus. Das Subjekt dient als Voraussetzung für die Erklärung und Durchführung von (un)vernünftigen Handlungen. Warum seine vollständige Naturalisierung nicht ganz überzeugt, wird gezeigt. Wollen bedeutet entschlossen sein und der Wille wird als neuronal bedingter Entschluss für Gründe aufgefasst. Willenserziehung ist als eigentliches erzieherisches Handeln begründbar, weil sie als Erziehung des Willens zur und durch Vernunft allen möglichen Erziehungsarten eigen ist, wie z.B. auch der Persönlichkeits- oder der Spielerziehung. Exemplarisch werden diese beiden Anwendungsmöglichkeiten in der Schule dargestellt.
Aus dem Inhalt: Zur alten und neuen Problematik der Willenserziehung – Warum die vollständige Naturalisierung des Subjekts nicht ganz überzeugt – Subjekt, Wille und Vernunft – Der Wille als Entschlussfähigkeit und Durchhaltevermögen – Spielarten des Willens: guter, vernünftiger, freier und starker Wille – Die Pädagogik des Willens - am Eingang ihrer Epoche?