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«Der Mensch ist ein Landtreter»

Die Bedeutung des Raums im politischen Denken von Carl Schmitt

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Bastian Ronge

Seit einiger Zeit rückt der Raum immer mehr in den Fokus des kultur- und politikwissenschaftlichen Interesses. Allerdings hat dieser spatial turn bislang zu keinem grundlegenden Erkenntnisgewinn hinsichtlich der politischen Dimension des Raums geführt. Stattdessen wird mit Hinweis auf die Globalisierung der Beginn einer «entterritorialen Politik» (H. Behr) verkündet. Auch in der Rezeption von Carl Schmitt lässt sich eine Art turn beobachten, insofern die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem anspruchs- und widerspruchsvollen Denker langsam ihre polemischen Überzeichnungen verliert. Diese Studie führt beide turns zusammen: Indem sie nach der Bedeutung des Raums in der politischen Philosophie von Carl Schmitt fragt, eröffnet sie einen systematischen, unpolemischen Zugang zu seinem Denken, der zugleich grundlegende Einsichten in die politische Dimension des Raums ermöglicht.
Aus dem Inhalt: Spatial turn in den Kultur- und Politikwissenschaften – Bedeutung von Zeit und Raum für das politische Denken – Schmitts Kritik an der Weimarer Republik – Theorie des Ausnahmezustandes – Legalität und Legitimität – Analyse des Begriff des Politischen – Der spatial turn im Denken Schmitts – Die Wendung zum diskriminierenden Kriegsbegriff – Schmitts Theorie des Nomos der Erde und das klassische europäische Völkerrecht – Schmitts Traum von einer völkerrechtlichen Großraumordnung – Schmitts konkretes Ordnungsdenken und die nationalsozialistische Ethno-Geo-Politik – Die Theorie des Partisanen und Schmitts Konzept einer multidimensionalen Großraumordnung – Die Aktualität Carl Schmitts: Globalisierung und amerikanisches Imperium.