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Heißer Sommer – Coole Beats

Zur populären Musik und ihren medialen Repräsentationen in der DDR

Sascha Trültzsch and Thomas Wilke

Populäre Musik und Kultur standen in der DDR unter ganz besonderen Rahmenbedingungen. Staatliche Kontrolle auf der einen und Kreativität diese zu unterwandern auf der anderen Seite. So konnte sich eine ganz eigene Ausformung von Populärkultur entwickeln, die immer zwischen den Versuchen der Indienstnahme durch Staat und Partei auf der einen und der Widerständigkeit von Popkultur auf der anderen Seite stand. Der Band lotet diese Zusammenhänge aus kultur- bzw. medienwissenschaftlicher Perspektive aus und fokussiert stärker den Alltag als politische Entscheidungen. Populäre Musik, Jugendkultur und vor allem deren mediale Ausprägung in Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen der DDR werden in zehn Aufsätzen behandelt.
Aus dem Inhalt: Sascha Trültzsch/Thomas Wilke: Populärkultur und DDR. Phänomenologische Präliminarien aus medienwissenschaftlicher Perspektive – Bernd Lindner: Poster, Poster an der Wand ... Zum (Ab)Bild von Rockmusik und -musikern in DDR-Zeitschriften – Edward Larkey: Von Basar zu RUND: Die Inszenierung von Jugendkultur im DDR-Fernsehen – Sascha Trültzsch: Zu Popmusik und Jugendkultur in Familienserien des DDR-Fernsehens – Rainer Bratfisch: Schrille Tone in der Zwischenwelt. Jazz im Rundfunk der DDR bis zum Bau der Mauer – Uwe Breitenborn: Bombenhagel und Eiserner Vorhang. Heavy-Metal-Subkultur im Staatsradio – Thomas Wilke: Die Disko im Äther. Zur Legitimation und Distribution populärer Westmusik in der Podiumdiskothek bei DT64 – Christian Könne: Schlagerrevue und Schlager-ABC: Hörfunksendereihen zwischen Partei und Publikum – Heiner Stahl: Sozialistischer Pop. Über die Einarbeitungen von Popmusik im DDR-Rundfunk (1962-1973) – Georg Maas: Vom Umgang der DEFA mit populärer Musik oder: Wie Die Wilde Mathilde doch noch die Leinwand erobern konnte – Thomas Wilke: Diskotheken im Vergleich. Abendunterhaltung im Rampenlicht des sozialistischen Wettbewerbs.