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Todesverlachen

Das Lachen in der religiösen und profanen Kultur und Literatur im Frankreich des 17. Jahrhunderts

Stefanie Wolff

Eine umfassende, theologisch, kultur- und literaturgeschichtlich kontextualisierte Geschichte des Lachens im Frankreich des 17. Jahrhunderts. Ausgehend von den knappen Harangues (1651), den burlesken Totenreden eines Autors, der sich hinter dem programmatischen Pseudonym Raisonnable verbirgt, erschließt die Arbeit anhand der Schlüsselelemente Tod und Lachen das geistige und kulturelle Zentrum des grand siècle. Es ist dies die konfliktreiche Opposition zwischen der theologisch-religiösen Kultur, die ihre traditionelle Vorrangstellung erhalten will, und der literarisch-profanen Kultur der Moderne, die sich um einen eigenen Autonomiestatus bemüht. Der kulturwissenschaftliche Ansatz der Arbeit eröffnet einen neuen Blick auf die Traktatliteratur, die Predigt und insbesondere das Theater des 17. Jahrhunderts.
Aus dem Inhalt: Raisonnable: Burleske Mode und paradoxe Epideixis – Das Lachen in der religiösen Kultur (François de Sales, Bossuet, Theater, Klosterleben, burleske Predigt, Risus paschalis) – Das Lachen in der profanen Kultur (Fazetie, loisir mondain, libertins, Zivilitätsschriften, Tabu und Tabubruch, Autonomie und Tod) – Lachen wider den Tod? (Das paradoxe Verhältnis von Lachen und Tod).