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Zwischen Demokratie und Diktatur

Unternehmerische Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland 1929-1936- Mit einem Geleitwort von Günter Bentele

Marius Lange

Ausgezeichnet mit dem Albert-Oeckl-Nachwuchspreis 2009 der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) in der Kategorie «Grundlagen».
Obwohl Öffentlichkeitsarbeit in den letzten Jahrzehnten stetig an Bedeutung gewonnen hat, werden Fragen nach ihrer Entstehung und Entwicklung kaum gestellt, geschweige denn hinreichend beantwortet. Noch immer dominieren Ansichten, wonach PR eine «Importware» aus den USA seien, lediglich in demokratischen Systemen Anwendung fänden und in Deutschland folglich erst seit der Nachkriegszeit existierten. Diese Untersuchung bricht mit jenen Vorstellungen und nimmt die Entwicklung unternehmerischer Öffentlichkeitsarbeit zwischen 1929 und 1936 in den Blick. Vor dem Hintergrund der sich etablierenden NS-Diktatur werden Handlungsräume des Tätigkeitsfeldes aufgezeigt und der Weg zu einem eigenständigen Berufsfeld «Öffentlichkeitsarbeit» nachgezeichnet. Dabei stehen Maßnahmen und Instrumente zeitgenössischer PR genauso im Mittelpunkt wie die berufliche Standes-, Sozial-, Theorie- und Organisationsgeschichte.
Aus dem Inhalt: Gegenstand und Relevanz einer Untersuchung zur PR-Geschichte – Zeitgenössische Auffassungen und PR-Theorieansätze – «Reklame», «Werbung», «Propaganda» und «Public Relations» im historischen Kontext – Wirtschaftliche, politische und rechtliche Rahmenbedingungen – Organisationsgeschichte unternehmerischer Öffentlichkeitsarbeit – Bedeutung und Entwicklung zeitgenössischer PR-Instrumente (Pressearbeit, PR-Anzeigen, Repräsentations- und Kulturfilme, Werbevorträge, Hörfunk-Reportagen, Werkzeitschriften, Betriebliche Sozialpolitik) – Entwicklung vom unternehmensinternen Tätigkeits- zum eigenständigen Berufsfeld «Öffentlichkeitsarbeit» – Geschichte des PR-Berufsstandes.