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Der andere Salomo

Eine synchrone Untersuchung zur Ironie in der Salomo-Komposition 1 Könige 1-11

Christina Duncker

Der unübertroffenen Weisheit König Salomos stand sein Abfall von Jhwh am Ende seiner Herrschaft stets unversöhnlich gegenüber. Alle Versuche diese Widersprüchlichkeit mit diachronen Methoden zu erklären, ließen immer Fragen offen. In dieser Untersuchung ist ein anderer Weg zur Beantwortung der Fragen eingeschlagen worden. Die Salomo-Komposition in 1 Könige 1-11 wird auf synchroner Ebene als ein bewusst gestaltetes literarisches Werk wahrgenommen. Die inhaltlichen Widersprüche werden unter Berücksichtigung der chronologischen Angaben der Komposition und weiteren Lesesignalen der Struktur unter rezeptionsästhetischen Gesichtspunkten analysiert. So erweist sich die Widersprüchlichkeit der Komposition als Ausdruck einer gewollten Ironie in der Zeichnung der Figur des weisen Königs Salomo.

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