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Selbstbehauptung in Zeiten der Zwänge

Jahrgang 1928

Eberhard Mannack

Eberhard Mannack wurde 1928 im östlichsten Teil Sachsens geboren und verbrachte dort die ersten zwanzig Jahre seines Lebens, davon zwölf in der braunen und vier in der roten Diktatur. Das macht ihn zweifellos weitgehend verdächtig und zwingt zu einer rigorosen Selbsterkundung mit dem schwierigen Vorsatz, bewussten Erinnerungslücken und Verdrängungen zu entgehen. Der Bericht über sein Leben entspricht dem Bedürfnis, Informationen von Augenzeugen über ihre Zeit während zweier Diktaturen (Drittes Reich, Sowjetische Besatzungszone/DDR) und der Nachkriegszeit (besonders der Teilung und der Situation Westberlins) zu vermitteln. Dies geschieht exemplarisch anhand des schwierigen Bildungsweges sowie in apologetischer Absicht anhand politisch-gesellschaftlicher Bewährung (u. a. der sogenannten Kollektivschuld) mit einer Kritik an undifferenzierten Urteilen, die in jüngster Zeit häufiger vorkommen.
Aus dem Inhalt: Kinder und Jugendjahre unter Hitler – 1945: «Neuanfang», zweite Diktatur unter Stalin – Flucht in ein freies Studium nach Tübingen – 1950-1970: Studium und Karriere in bedrohtem Umfeld, Freie Universität Berlin – 1969/70: Wechsel nach Kiel – Lehr- und Forschungstätigkeit im In- und Ausland – Schwerpunkt Barock- und DDR-Literatur – «Nationalistischer» Außenseiter – Vorträge für ein weiteres Publikum – Zeit der Wende – Aktualisierte Barockliteratur.